Mehr als nur News!

Herzlich willkommen!
In diesem Bereich werden wir ab sofort Neues aus dem Bereich der Hofinger Gruppe präsentieren. Neuigkeiten die Zukunft, die Gegenwart aber auch die Vergangenheit betreffend. Haben Sie zum Beispiel gewusst wie die Firma Ploier
+Hörmann entstanden ist? Das ist jetzt 40 Jahre her – und für die meisten doch relativ neu. Wir wünschen viel Spass beim Lesen und Informieren.

ISO 9001:2008 Zertifikat für Ploier+Hörmann … >> weiterlesen

ISO 9001:2008

Mit 13. September wurde Ploier+Hörmann von der Quality Austria entsprechend den Forderungen der ISO 9001:2008 zertifiziert.


Systematische Qualitätsmanagement-Systeme helfen, Schnittstellen im Unternehmen zu optmieren, Fehlerquoten zu minimieren und sind nachweislich dazu geeignet, die Konkurrenzfähigkeit von Unternehmen zu steigern.

Die Registrier-Nummer lautet 09481/0 und ist im Internet unter www.qualityaustria.com/de/cert dokumentiert

Das Zertifikat können Sie hier downloaden.


Nachfolgend ein Auszug aus dem Zertifizierungstext:

––––––––––––––––––––––––––
Einleitung 
––––––––––––––––––––––––––

Zweck und Geltungsbereich 
Unser Qualitätsanspruch wird gestützt durch ein Qualitätsmanagementsystem, das die Anforderungen der DIN EN ISO 9001:2008 erfüllt. 

Mit diesem Qualitätsmanagementhandbuch will p+h nicht nur die Einhaltung der gültigen Normen dokumentieren, sondern auch den interessierten Kunden ermöglichen, sich umfassend über das Unternehmen, dessen Strukturen und die damit verbundene Unternehmensphilosophie zu informieren. Die Einschätzung des Qualitätsniveaus erfolgt durch den Kunden. Somit ist das Urteil des Kunden über unsere Qualität ausschlaggebend, da die Kundenzufriedenheit als einer unserer Unternehmensgrundsätze gilt. 

Dieses Qualitätsmanagementhandbuch gilt für sämtliche Prozesse der Ploier+Hörmann Baugesellschaft mbH.


Aufbau des Qualitätsmanagementsystems
Das Qualitätsmanagementhandbuch der Firma Ploier + Hörmann soll einen Einblick geben, wie die internen Prozesse im Unternehmen in Bezug auf Qualität, Vertrags- und Termintreue, sowie die Abwicklung der Dienstleistungen unter technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten ablaufen. 

Die detaillierten Abläufe und Verantwortlichkeiten sind in damit zusammenhängenden Verfahrensanweisungen, Arbeitsanweisungen und Stellenbeschreibungen geregelt.


Verbindlichkeitserklärung der Leitung
Durch diese Erklärung verpflichtet sich Ploier+Hörmann alle Tätigkeiten entsprechend den Beschreibungen des QM-Handbuches auszuführen. Der QM-Beauftragte ist verantwortlich für die Planung, Überwachung und Korrektur des QM-Systems, sowie für die Erstellung, Genehmigung, Verteilung und Pflege des QM-Handbuches. 

Das Qualitätsmanagement-Handbuch ist für alle Angestellten und freien Mitarbeiter von Ploier+Hörmann verbindlich und wird hiermit in Kraft gesetzt.

Hr. Bmst. Ing. Franz Hofinger
Geschäftsführer Ploier+Hörmann

Hr. Bmst. Michael Konrad
Qualitätsmanagementbeauftragter

––––––––––––––––––––––––––
Das Unternehmen 
––––––––––––––––––––––––––

Die Firma Ploier + Hörmann ist ein 1970 gegründetes Bauunternehmen mit Hauptsitz in Traun. Das Unternehmen ist neben 7 anderen Firmen Teil der Unternehmensgruppe Hofinger GmbH (www.SynergieEffekt.at). 

Ploier+Hörmann beschäftigt derzeit etwa 200 Mitarbeiter, allesamt Spezialisten im Hoch- und Tiefbau, Sportstättenbau, Elektrobau und Vermessung sowie für Spleißen und Sonderbauprojekte. Verlässlichkeit, Flexibilität und Schnelligkeit fordern von unseren Mitarbeitern ein hohes Maß an Teamgeist und Einsatz. 


––––––––––––––––––––––––––
Vision und Werte 
––––––––––––––––––––––––––

Geschäftsführer Ing. Franz Hofinger:
„p+h ist ein gesunder Arbeitgeber, der sichere und hochwertige Arbeitsplätze für unsere Mitarbeiter dauerhaft zur Verfügung stellt.” 

p+h Vision 2014:
p+h ist ein unabhängiges, vielseitiges Bauunternehmen, das aktiv den regionalen Wirtschaftsraum mit hochwertigen Bauleistungen bearbeitet und das Bundesgebiet mit Spezialleistungen versorgt.


Mission
Der Kunde ist unser Partner – unser beiderseitiges Interesse ist eine schnelle, wirtschaftliche Abwicklung der Projekte mit höchstem Qualitätsanspruch.

Dazu vertrauen wir auf sehr flexible, vielseitige, loyale und motivierte Mitarbeiter mit hohem Maß an Know-how.

Voraussetzung dafür ist ausreichende finanzielle Stärke, um Erneuerungen, Entwicklungen und unseren hohen technischen Standard zu halten. Dadurch sichern wir die wirtschaftliche Nachhaltigkeit in unserem Unternehmen.


Durch Kompetenz, Kreativität und Erfahrung entwickeln wir neue Lösungen für unsere Kunden.


Führungsgrundsätze
Führung – Die Führungskräfte haben die Verantwortung, die Führungsgrundsätze zu leben und an die Mitarbeiter weiterzugeben. 

Teamwork – Wir arbeiten in Teams. Die Teams verantworten die vereinbarte Leistung gemeinsam.

Konsens 
– Zur Erreichung der gemeinsamen Ziele klären wir Meinungsunterschiede sofort und in sachlicher und respektvoller Weise.

Sicherheit 
– Wir sind verantwortlich für die Sicherheit unserer Mitarbeiter. 

Werte
Für Ploier und Hörmann sind Kundenzufriedenheit, Mitarbeiterzufriedenheit und Gewinn sehr wichtig.

Wir schätzen Loyalität, Toleranz, Freundlichkeit, Ehrlichkeit, Leistungsorientierung und Verlässlichkeit.

Basis unseres Erfolgs sind die fachliche und soziale Kompetenz unserer Mitarbeiter.

Wir verpflichten uns zu einem möglichst schonenden Umgang mit der Natur.


––––––––––––––––––––––––––
Strategie und Kernkompetenzen
––––––––––––––––––––––––––

Strategie
Als Quellen des Wachstums dienen gleichbleibende Umsätze in dem Bereich Versorgungsnetz und Wachstum im Sportstättenbau sowie die Erschließung neuer Geschäftsfelder.


Ziele
Gewinn (branchenüblich)
Umsatzwachstum: >5% p.a. 


Kernkompetenzen
Komplettanbieter bei der Errichtung von modernen Versorgungsnetzen (Kommu-nikation, Energie, usw.)

Komplettanbieter bei der Errichtung von Sportanlagen aller Art

Networking – offen für Partnerschaften mit Kunden und Lieferanten

Fähigkeit viele Kleinaufträge wirtschaftlich profitabel abzuwickeln 

Kernprozesse
Akquisitions-, Beratungs- und Planungsprozess 

Baustellenauftragsabwicklung

Geräte- und Materialprozess


––––––––––––––––––––––––––
Qualitätspolitik
––––––––––––––––––––––––––

Unsere Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter bilden die Grundlage für die langfristige Entwicklung und Sicherung unseres Unternehmens.

Wir sehen es als wichtigste Aufgabe, die Leistung der Mitarbeiter anzuerkennen und in unserem Unternehmen ein motivierendes Umfeld und Klima zu kultivieren, das sich ständig weiterentwickelt.

In allen Bereichen arbeiten wir, unabhängig von unserer hierarchischen Stellung, gemeinsam daran, Fehler zu vermeiden und erkannte Fehler zu analysieren. Es ist unser Bestreben, erkannte Fehlerursachen zu beseitigen. Dabei liegt unser Hauptaugenmerk auf der fortwährenden Senkung der Fehlerkosten. Unter Einbeziehung aller Mitarbeiter wollen wir wirtschaftlich die Qualität sichern.

Wir haben die nachfolgenden Qualitätsgrundsätze für unser Unternehmen als Auftrag an uns aufgestellt. Wir kommunizieren diese Grundsätze, leben diese vor und leiten Ziele daraus ab, die zur Erfüllung der Qualitätsgrundsätze führen.


––––––––––––––––––––––––––
Qualitätsgrundsätze
––––––––––––––––––––––––––

Wir betreiben zur Erreichung unserer Ziele ein Qualitätsmanagementsystem auf der Basis der ISO 9001, um in allen Bereichen das festgelegte Qualitätsniveau zu realisieren und so unseren Auftraggebern Gewähr für die zugesicherte Qualität unserer Leistungen zu bieten. 

Wir wollen den Anforderungen entsprechend, bestmöglich ausgebildetes Personal einstellen und hohe Ansprüche an die Fähigkeiten und die Leistungsbereitschaft sowie an die persönliche Einstellung der Mitarbeiter gegenüber dem Unternehmen stellen.

Wir wollen durch Selbstüberprüfung die Qualitätsverantwortung in den Bereichen verankern und verlassen uns nicht auf das Prüfen und nachträgliche Korrigieren von Fehlern. 

Wir wollen durch geeignete Information, Schulung und Instruktion unsere Mitarbeiter zu qualitäts- und kostenbewusstem Arbeiten und Handeln befähigen. 

Wir wollen durch die Berufung eines Qualitätsbeauftragten sicherstellen, dass die erforderlichen qualitätssichernden Maßnahmen koordiniert und durchgesetzt werden.

Wir wollen durch eine klare Beschreibung der Aufbau und Ablauforganisation eindeutig festlegen, wer, wann und wie qualitätssichernde Aufgaben wahrzunehmen hat.


Wir wollen durch Wahl geeigneter und bewährter Sublieferanten und Partner die Beschaffungsqualität wirtschaftlich realisieren. 


––––––––––––––––––––––––––
Sicherheitsgrundsätze
––––––––––––––––––––––––––

Der langfristige Erfolg unseres Unternehmens beruht in der Hauptsache auf unseren Mitarbeitern. Unsere Mitarbeiter dürfen in ihrer Arbeitsumgebung keinen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sein.

Der Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter am Arbeitsplatz ist ein vorrangiges Ziel.

Möglichen Sicherheits- und Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz sind durch umfas-sende Maßnahmen des Arbeitsschutzes und der Arbeitssicherheit vorzubeugen. 

Diese Maßnahmen sind kontinuierlich zu überprüfen und zu verbessern.

Bei allen Maßnahmen des Arbeitsschutzes und der Arbeitssicherheit werden die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen streng eingehalten.

Die Sicherheitsgrundsätze gelten ebenso für das Firmengelände, dem Bauhof, der Werkstatt, der Tankstelle, dem Lager und den Baustellen (siehe Prozess VA03-F Baustellensicherheit).

Ein hoher Sicherheitsstandard beruht wesentlich auch auf dem Verhalten der Mitarbeiter. Sie sind daher entsprechend anzuweisen, zu informieren und zu trainieren.

Schweiger Sport: Neuartiger Gleichgewichtstrainer verbessert Schulerfolg … >> weiterlesen

––––––––––––––––––––––––––

Mangelndes Gleichgewicht beeinträchtigt Schulnoten

stärker  als schlechtes Sehen oder Hören

–––––––––––––––––––––––––– 

Mit Störungen des Gleichgewichtes um bis zu 0,7 Notenstufen schlechter 
Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie aus Deutschland. Schlechtes Sehen und Hören beeinflusst den Schulerfolg dagegen nur um 0,2 bis 0,3 Notenstufen. Alarmierend: beinahe 2/3 der Untersuchten haben leichte bis schwere Störungen des Gleichgewichtes. 

Gleichgewicht bereits im Vorschulalter trainieren 
Ein ausgeprägter Gleichgewichtssinn ist nicht nur für koordinierte Bewegungen sondern auch für die Fähigkeit des Nichtbewegens (still sitzen) sowie für gutes Lesen und Schreiben wesentlich. Um den Kindern beste Voraussetzungen für ihre schulische Laufbahn zu bieten, ist es sinnvoll, bereits im Kindergarten oder in den ersten beiden Volksschulklassen mit entsprechendem Gleichgewichtstraining  zu beginnen. 

Schweiger Sport entwickelt gefederten Gleichgewichtstrainer
Der Wartberger Komplettausstatter von Bewegungsräumen präsentierte auf der Interpädagogica 2010 in Linz ein einzigartiges Sportgerät zur Verbesserung des Gleichgewichtes. Seine Besonderheit verdankt der sog. Flatty vor allem seinem gefederten und elastischen Balanciersteg. Die Länge des Flattys beträgt 1,25 m und lässt sich in Kombination mit weiteren Flattys unendlich erweitern. Dank seiner geringen Höhe von nur 7 cm ist der Flatty ideal für spielerisches und vor allem gefahrloses Gleichgewichts- und Genauigkeitstraining. Aufgrund der Vielzahl an möglichen Übungen ist der Flatty in vielen Bereichen einsetzbar, wie z. B. in Kindergärten und Schulen, aber auch im Leistungssport oder im Therapie- und Reha-Bereich.


Erfindung aus dem Leistungssport
Der Leondinger Helmut Hödlmoser ist Erfinder, Künstler und dem leistungssportlichen Kunstturnen seit seiner Jugend verbunden. Den Großteil seiner Zeit widmet der ehemalige Nationaltrainer der österreichischen Kunstturnerinnen dem Nachwuchstraining. Um dem für TurnerInnen äußerst wichtigen Gleichgewichts- und Genauigkeitstraining die Härte zu nehmen, entwickelte er ein Trainingsgerät, das dank seiner patentierten Federung auch bei intensivster Trainingsbelastung jegliche Schädigung der Bewegungsapparates verhindern soll. 

Ergotherapeutin bestätigt Wirkung
Die österreichweit anerkannte Kinder-Ergotherapeutin Astrid Fridrich (Therapiehaus Pfiffikus)  hatte den Flatty bereits in der Entwicklungsphase einem Praxistest unterzogen. Die geringe Höhe des Gerätes die Federung und das Design haben von Beginn weg keine Berührungsängste aufkommen lassen. Der Flatty wurde von den Therapie- als auch von den Geschwisterkindern mit Begeisterung angenommen.

www.schweiger-sport.at/flatty

2010: 40 Jahre Ploier+Hörmann … >> weiterlesen

Erwin Hörmann erzählt über den Beginn von Ploier+Hörmann
Ferdinand Ploier und Erwin Hörmann im Jahre 1974
Ferdinand Ploier beim Schweißen des ersten Kabelpfluges
Der erste Kabelpflug im Einsatz
Das Firmengebäude in Marchtrenk
Erwin Hörmann bei der Schlüsselübergabe an Bmst. Ing. Franz Hofinger

Erwin Hörmann über den Start des Unternehmens Ploier+Hörmann 

––––––––––––––––––––––––––

Neugierig und verrückt genug, um alles 

auf ein Gefühl zu setzen.

––––––––––––––––––––––––––

1962 kreuzten sich die Wege der späteren Firmengründer Erwin Hörmann und Ferdinand Ploier das erste Mal bei der „Bahnbau” in Wels. Die beiden gelernten Kfz-Mechaniker sprachen von Anfang an die selbe Sprache. Und obwohl die beiden schnell zu Obermonteuren befördert wurden und unterschiedlichen Bautrupps vorstanden, trafen sie sich zumindest jeden Samstag bei den obligaten Obermonteurbesprechnungen. Ein nicht funktionierender Prototyp aus England würde schon bald ihr Leben verändern. 

Die Zukunft erkennen,  wenn man sie sieht. 
In den 60er Jahren stieß die Verlegung von Telefonkabeln auf zwei ernsthafte Probleme: Luftleitungen zu legen war teuer und gegen Grabungsarbeiten in ihren Feldern wehrten sich die Bauern. Die nötigen Humusumschichtungen veränderten ihre Landwirtschaftsflächen in einem Ausmaß, das die Landwirte nicht auf sich nehmen wollten. Es wurde fieberhaft nach Möglichkeiten gesucht, das Kabel möglichst bodenschonend unter die Erde zu bringen. Ohne zu wissen, worum es sich handelt, zog ein entsprechender Prototyp aus England das Interesse des Gleisstopfers Ferdinand Ploier und des Gleisrichters Erwin Hörmann auf sich. Schon bald stellte sich der ominöse Prototyp als Kabelpflug heraus. Auf dem Zugtraktor des Testgerätes saß niemand anderes als der junge Ferdinand Ploier. Dieser erkannte sofort die Mängel der vermeintlichen Wundermaschine. Im Gedankenaustausch, zu dem sich die später unzertrennlichen Firmenbesitzer immer öfter trafen, erörterten sie die Voraussetzungen für eine funktionierende Kabel-Einpflügmaschine. Bei Recherchen „in alle Richtungen” wurde schnell klar, dass sich von diesem Verfahren viele die Zukunft versprachen – wenn es nur richtig funktionieren würde. Es ist bezeichnend für den späteren Verlauf der Firmenentwicklung, dass bereits die erste konkrete Zeichnung von Erwin Hörmann voll ins Schwarze treffen sollte.

„Firmengründung” in der  Kurvenbar.
„Kaum zu glauben”, meinen viele: doch es klingt wahrlich zu kitschig um bloß erfunden zu sein. Nach einer Firmenweihnachtsfeier 1969 „wechselten” die beiden noch in die Kurvenbar. Und genau in dieser Nacht und in diesem Lokal wurde die Kündigung bei der Bahnbau Wels und die gemeinsame Firmengründung beschlossen. Mit 1.1.1970 und einer Einlage von jeweils 2.500,- ÖS wurde eine Gesellschaft nach bürgerlichem Recht gegründet. Mit dem eingebrachten Gründungskapital wurde vorerst Eisen für die Umsetzung der Hörmann-Skizze gekauft. Einer der jungen Telegraphenamt-Chefs, Rudolph Pöppl, hatte die Zeichnung gesehen und sofort das in ihr schlummernde Potential erkannt. Das machte Mut für das gewagte Vorhaben. Gebaut wurden die ersten Pflüge beim Ebner Schmied in Traun.  

Der erste und letzte Kredit: 30 Joch für eine Seilwinde. 
Doch der Pflug alleine war zu wenig. Ohne Seilwinde konnte er nicht eingesetzt werden. Und so eine Seilwinde kostete zu jener Zeit zwischen 30.000 und 35.000,- Schilling. Da diese Summe in keiner Weise vorhanden war, war der Weg zur Bank unvermeidbar. Der damalige Direktor der Raika Traun, Hr. Erlach, war zwar bereit die Geldkassette zu öffnen, wollte aber entsprechende Sicherheiten sehen. So ergab es sich, dass der Vater von Ferdinand Ploier für die Anschaffung einer einzigen Seilwinde mit dem gesamten landwirtschaftichen Familienbesitz von 35 Joch  (das sind über 170.000 m2!!!) in die Haftung ging.

Wie ein Gewehrschuss.
Das teuer geborgte Geld war schnell investiert. Die beiden Jungunternehmer wussten nämlich schon lange, wo es die besten Seilwinden für ihr Vorhaben gab. Krombauer, ein kleiner Maschinenbauer in Uttendorf, war bekannt für die besten Seilwinden mit außenliegenden Kupplungen – und genau so eine wurde angeschafft. Endlich konnte der erste Test unter realen Bedingungen begonnen werden. Hinter dem Hof des Ploier-Gutes zeigte sich bereits im Mai 1970 der wesentliche Unterschied zu späteren Mitbewerbern. Diese Konstruktion lief schnurgerade, und sollte es den Mitarbeitern der Post künftig leichter er machen, das verlegte Kabel ordentlich einzumessen. 

Parschallen am Attersee: der erste Auftrag.
Der Bezirksbauleiter Ing. Raschko aus Vöcklabruck vermittelte den jungen Unternehmern den ersten Auftrag. Um die Villa des damaligen Seniorchefs des Unternehmens Banner Batterien ans Telefonnetz anzuschließen, mussten ca. 20 - 25 m gegraben und ca. 175m Kabel eingepflügt werden. Einen Vertag für diese Leistung gab es nicht. Es gab auch kein genaues Angebot – die zu erwartenden Kosten wurden von Ing. Roschko geschätzt. Die Arbeiten konnten ohne Komplikationen durchgeführt werden und der zufriedene Rechnungs-Adressat Barwart zahlte promt und ohne Einwände. 

Die Siebziger: alle wollten ein Telefon.
Die erfolgreiche Feuerprobe wurde gerade zur rechten Zeit abgelegt. Mit Beginn der Siebziger Jahre warteten zigtausende Menschen sehnlichst auf ein Telefon. Die Post kümmerte sich üblicherweise um die Grabungsarbeiten vom Wählamt bis an die Ortsgrenze. Über Land mussten dann sog. Telefongemeinschaften für die anfallenden Kosten aufkommen. Für diese Arbeiten gab es allerdings auch staatliche Förderungen. Die Telefongemeinschaften  bestanden in der Regel aus Bauern, die sich in unterschiedlich großen Gruppen zusammen schlossen. Die Ploier+Hörmann-Methode hatte den wesentlichen Vorteil, dass die verlegten Leitungen schnurgerade verliefen, und dass auf den Feldern kaum Spuren zurückblieben. Mit einem eigens produzierten Werbefilm überzeugte Erwin Hörmann bei persönlichen Vorführungen eine Telefongemeinschaft nach der anderen. Bereits im Herbst des Jahres 1970 war man  mit zwei Garnituren unterwegs. Während Erwin Hörmann die Arbeiten in Oberösterreich abwickelte, kümmerte sich Ferdinand Ploier um den Aufbau des Marktes in Niederösterreich. Im Unterschied zu Oberösterreich wurden die nötigen Grabungsarbeiten in Niederösterreich von den Bauern selbst erledigt, sodass Ferdinand Ploier auch am Wochenende mit Helfern Pflügungsarbeiten durchführen konnte.

1974: vom Kabelpflug- zum  Tiefbauunternehmen.
Die Einpflügungsarbeiten der Marke p+h hatten sich bereits durchgesetzt, doch man wollte mehr. Man wollte auch die Grabungsarbeiten vom jeweiligen Ortswählamt bis an die Ortsgrenzen anbieten, um einen kompletten Auftrag abwickeln zu können. Diese Überlegungen führten 1974 zur Gründung einer GmbH. Die Baumeisterbefähigung wurde von Bmst, Johann May eingebracht, der aber im operativen Geschäft nie aufschien. Die praktischen Fähigkeiten die eine Tiefbaufirma zu dieser Zeit benötigte, wurden im Verfahren „Learning by doing” angeeignet. Der Firmensitz war zu jener Zeit in der Traunerstraße in Oedt, direkt neben dem elterlichen Anwesen von Ferdinand Ploier. Um die Qualität der Tiefbauarbeiten auf das Niveau der Plügarbeiten anzuheben, wurde ein neuer Mitarbeiter eingestellt, der einschlägige Erfahrung und Empfehlungen in diesem Bereich vorzuweisen hatte: Franz Hofinger, designierter Nachfolger von Erwin Hörmann, war übrigens der erste, der im Angestelltenverhältnis bei p+h die Baumeisterprüfung ablegte. 

1991: Mehr als 150 Mann und  120 Fahrzeuge übersiedeln nach Marchtrenk. 
Der schwedische Raupenbagger-Hersteller Åkermans beschloss seinen Stützpunkt in Marchtrenk aufzulassen. Das relativ neue Gebäude war wie geschaffen für die Bedürfnisse der Ploier+Hörmann Baugesellschaft mbH. Und so nutzte man die Gelegenheit, um die mittlerweile viel zu engen Räumlichkeiten in der Traunerstaße gegen ausreichend Platz in Marchtrenk zu tauschen. Doch auch dieser Platz erwies sich bald als zu klein für den Erfolg des ursprünglichen „Kabelbeerdigungsunternehmens”. Um alle Gerätschaften und Fahrzeuge über den Winter parken zu können, musste das angrenzende Grundstück gepachtet werden. Ein interessantes Detail am Rande: nachdem das Unternehmen von Linz-Land nach Wels-Land übersiedelte, mussten an die 120 Fahrzeuge umgemeldet werden: ein nicht unerheblicher Kostenpunkt, wenn man bedenkt, dass das Ummelden pro Fahrzeug zu diesem Zeitpunkt 1.000,- ÖS kostete.

Das tragische Ende einer  unvergleichlichen Partnerschaft.
28 Jahre war das Unternehmen zu jenem Zeitpunkt jung. Zum Baumeistergewerbe gesellten sich mittlerweile die Tätigkeitsfelder Elektro-Freileitungsbau, das Geometergewerbe und der Sportstättenbau. Pläne für die Zukunft waren ausreichend vorhanden. Vorgespräche für ein neues Betriebsgebäude an einem neuen Standort waren bereits in vollem Gange, als die plötzliche Todesnachricht von Ferdinand Ploier sämtliche Expansionsgedanken sinnlos erscheinen ließ. Ohne seinen kongenialen Partner wollte Erwin Hörmann, der eigentlich kurz vor seiner Pension stand, diesen nächsten Schritt nicht mehr unternehmen. Er bemühte sich um eine ordentliche Übergabe und betraute „seinen” Nachfolger Franz Hofinger 2 Jahre später mit der Geschäftsführung von p+h.

Der Erfolg des Unternehmens geht weiter
Wie so viele Entscheidungen in der geschäftlichen Partnerschaft von Ferdinand Ploier und Erwin Hörmann sollte sich auch die Wahl des Nachfolgers als goldrichtig erweisen. Das Unternehmen entwickelte sich unter der Führung von Bmst. Ing. Franz Hofinger ganz im Sinne der Gründungsväter und wurde weiter ausgebaut – doch das ist eine andere Geschichte.